Jumelage 2018

Von Freitag, 09.02. bis Sonntag, 11.02.2018 weilten auf Einladung des Partnerschaftsvereins Merzhausen-Dardilly 41 französische Gäste samt Bürgermeisterin Rose-France Fournillon in Merzhausen. Ihr ausdrücklicher Wunsch war es gewesen, die Fasnachtshochburg Merzhausen einmal live zu erleben, da es solcherlei in Lyon und Umgebung nicht gebe.

Nach der Anfahrt mit dem Bus und Einquartierung am Freitagabend war der Samstagvormittag entweder zur freien Verfügung bei den Gastgebern oder für ein freundschaftliches Wettschießen im Schützenhaus Au für die Mitglieder der jeweiligen Schützenvereine vorgesehen. Am frühen Abend lud die Gemeinde Merzhausen zu einem Empfang mit Umtrunk ins Rathaus. Das Besondere daran war, dass die Teilnehmer_innen bereits mottogerecht und phantasievoll kostümiert für den späteren Fasnachtsball im benachbarten Au („A(u)tlantis – ein Dorf taucht ab“) erschienen waren. Bürgermeister Dr. Christian Ante begrüßte die Gäste als Neptun mit Dreizack und lud alle Anwesenden als Dank für die lebendige Partnerschaft der  beiden Gemeinden dazu ein, sich in das goldene Buch der Gemeinde Merzhausen einzutragen. Präsident Ekkehard A. Mayer dankte dem Bürgermeister für das großzügige finanzielle Engagement der Gemeinde und den deutschen Gastgebern dafür, dass eine so große Zahl von Gästen untergebracht werden konnten.

Das maritim dekorierte Bürgerhaus Au wurde danach Schauplatz närrischer Völkerverständigung: Die Programmpunkte mit gelegentlichen Bezügen zu Frankreich  wurden zwar in Deutsch bzw. Alemannisch vorgetragen, zumindest jedoch  in beiden Sprachen angesagt. Regionale Köstlichkeiten konnten aus der zweisprachigen Speisekarte bestellt werden. Bei internationaler Musik durfte schon mal eine französische beleuchtete Tiefseequalle die Polonaise anführen, während Matrosen und Seejungfrauen angeregt miteinander tanzten. Der Fluch der Karibik, hierzulande Synonym für missglückte Regierungsbildung, war an diesem Abend unter anderem auch Motto für ausgefallene Verkleidungen als Piraten, Kapitäne und andere Meeresbewohner. Obwohl sie nicht alles verstanden hatten, fühlten sich unsere  Gäste sichtlich wohl.

Am Fasnachtssonntag verabredete man sich in kleinen Gruppen zur Straßenfasnacht in Freiburg.  Dort war man Zeuge bunten Treibens der Kinder, der Guggemusiken, Cliquen und Narrenfiguren. Vor dem Basler Hof sorgten die Elferräte mit Musik und kostenlosen Süßigkeiten für Stimmung. Wer wollte, konnte auch die Altstadt mit Münster, Gewerbebach-Krokodil und anderen Sehenswürdigkeiten besichtigen. Die meisten zog es dann bei Wind und Regen aber in die gemütlichen Lokalitäten.

Gegen 17:00 Uhr verabschiedeten sich unsere Gäste nach dem obligatorischen Gruppenfoto vor dem Rathaus herzlich von den deutschen Gastgebern. Der dreitägige Schnellkurs in Faschingfeiern hatte sich gelohnt, zumal die Deutschen auch mal von einer anderen Seite kennengelernt werden konnten.

 

Gebhard Merz, Schriftführer

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